Zu eng geparkte Fahrzeuge können im Notfall wertvolle Sekunden kosten und damit im schlimmsten Fall über Leben und Tod entscheiden. Die CDU setzt sich deshalb für eine konsequente Überprüfung der Rettungswege im Ausrückebereich des Löschzugs Tiefenbroich ein. Mit einem Antrag im Bezirksausschuss Tiefenbroich fordert sie praktische Testfahrten mit den örtlichen Einsatzfahrzeugen, auf deren Grundlage eine Risikoanalyse erstellt wird, um daraus gezielte Maßnahmen gegen gefährliche Verkehrsengstellen abzuleiten.

Immer wieder werden Fahrzeuge so abgestellt, dass die erforderliche Restfahrbahnbreite von 3,05 Metern unterschritten wird. Während Pkw solche Engstellen teilweise noch passieren können, stellen sie für große Feuerwehrfahrzeuge eine erhebliche Behinderung dar. Notwendige Rangiermanöver oder Umwege können im Einsatzfall wertvolle Zeit kosten.

Elisabethstraße und Alter Kirchweg im Fokus

Besonders kritisch sieht die CDU die Situation auf der Elisabethstraße, wo sich der Parkdruck durch Besucher der dortigen Erlebnisgastronomie und durch Flughafenparker verstärkt. Auch am Kreuzungsbereich Alter Kirchweg/Am Feldkothen führen zahlreiche abgestellte Kundenfahrzeuge eines Kfz-Reparaturbetriebs zu erheblichen Verengungen. Darüber hinaus sollen die Einmündung Sohlstättenstraße/Zur Heide und weitere Engstellen gemeinsam mit dem örtlichen Löschzug untersucht werden.

„Wenn Feuerwehrfahrzeuge im Ernstfall nicht schnell genug an ihren Einsatzort gelangen, kann das gravierende Folgen haben. Freie Rettungswege sind keine Nebensache, sondern eine grundlegende Voraussetzung für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“, betonen Ina Bisani und Wolfgang Diedrich, Ratsmitglieder für Tiefenbroich.

Testfahrten unter realen Bedingungen

Die CDU möchte, dass die Stadtverwaltung sämtliche engen und dicht beparkten Wohnstraßen sowie Sackgassen im Ausrückebereich des Löschzugs Tiefenbroich systematisch überprüft. Dazu gehören ausdrücklich reale Testbefahrungen mit großen Einsatzfahrzeugen des Standorts Tiefenbroich. Sicht- und Schleppkurvenprüfungen sollen zeigen, an welchen Stellen Fahrzeuge tatsächlich behindert werden und wo Rangiermanöver erforderlich sind.

Ergänzend fordert die CDU punktuelle Kontrollen des ruhenden Verkehrs durch den kommunalen Ordnungsdienst in den festgestellten Problemzonen. Eine Informations- und Sensibilisierungskampagne unter dem Motto „Tiefenbroich hält Rettungswege frei!“ soll zudem das Bewusstsein dafür stärken, dass falsch abgestellte Fahrzeuge im Ernstfall lebensgefährliche Folgen haben können.

Sicherheit muss Vorrang haben

Für die CDU steht fest: Die Erreichbarkeit von Einsatzorten muss auch in dicht beparkten Wohngebieten jederzeit gewährleistet sein. Ziel des Antrags ist es, konkrete Gefahrenstellen zu identifizieren und wirksame Maßnahmen zu entwickeln, damit die Feuerwehr im Notfall schnell und sicher helfen kann.