Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Antragsteller stellen für die jeweiligen Stadträte von Düsseldorf und Ratingen einen gleichlautenden Antrag zur interkommunalen Zusammenarbeit wie folgt:

Beschlussvorschlag:

Die Stadt Ratingen wird beauftragt, gemeinsam mit dem Straßenbaulastträger Straßen NRW die Qualität der Haupt-Radverbindung zwischen Ratingen und der Stadt Düsseldorf auf der L455 zu verbessern. Dabei sollen insbesondere Gefahrenstellen beseitigt werden und die Herstellung eines ausreichend dimensionierten

gemeinsamen Gehwegs mit einem Zweirichtungsradweg geprüft und angestrebt werden, der den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Komfort des Fuß- und Radweges entspricht. Dabei sollen die Hinweise in der Begründung Berücksichtigung finden.

Begründung

Die Radverkehrsverbindung zwischen Ratingen und Düsseldorf besitzt eine hohe Bedeutung für den Alltags-, Berufs- und Freizeitverkehr. Angesichts des gestiegenen und weiter steigerungsfähigen Radverkehrsaufkommens sowie der verkehrs- und klimapolitischen Ziel-setzungen der Stadt Ratingen und des Landes NRW insgesamt ist eine Verbesserung der bestehenden Infrastruktur geboten.

Ein aktueller Bezug besteht durch die von der Stadt Ratingen beauftragten Machbarkeits-studie zur Veloroute Düsseldorf–Ratingen–Duisburg, die von der Ingenieurgesellschaft Stolz mbH erstellt und am 10.03.2026 vorgelegt wurde (Vorlage 91/2026 Stadt Ratingen). Die in der Studie untersuchte Trassenführung verläuft über den in diesem Antrag angesprochenen Streckenabschnitt entlang der L455.

Die Studie prognostiziert für die Verbindung ein Rad-verkehrsaufkommen von rund 1.290 Radfahrenden pro Tag und unterstreicht damit die hohe verkehrliche Relevanz der Strecke zwischen der Landeshauptstadt und Ratingen.

Vor diesem Hintergrund erscheint eine zukunftsfähige Ausgestaltung der Verbindung erforderlich und zukunftsweisend. Die Strecke enthält derzeit mehrere gravierende Gefahrenstellen und ist im Ausbauzustand für den zukünftigen Zweck als Haupt-Pendelroute ungeeignet (siehe Beispiele im Anhang).

Für eine gute Umsetzbarkeit sollen insbesondere Lösungen geprüft werden, die kurzfristig, wirtschaftlich und mit vergleichsweise geringem baulichem Aufwand umsetzbar sind. So könnte untersucht werden, ob durch die Nutzung des vorhandenen Grünstreifens zwischen der Fahrbahn und dem heutigen Radweg zusätzliche Flächen für einen leistungsfähigen Zweirichtungsradweg gewonnen werden können.

Ebenso sollte geprüft werden, ob die Fußwegeverbindung ab dem Ortsausgang Ratingens in Richtung Düsseldorf hinter der bestehenden Baumreihe geführt werden kann. Eine solche Lösung könnte eine räumliche Trennung von Fuß- und Radverkehr ermöglichen und zugleich Eingriffe in die bestehende Infrastruktur minimieren.

Durch ein gemeinsames Vorgehen der Stadt Ratingen und und Straßen.NRW können auf dem wichtigen Verbindungsstück der beiden Straßenlastträger die Voraussetzungen geschaffen werden, die Verbindung zeitnah zu verbessern und den Anforderungen eines modernen und sicheren Radverkehrsnetzes gerecht zu werden

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender (CDU)
Ute Meier, Fraktionsvorsitzende (Bündnis90/Die Grünen)
Rainer Vogt, Fraktionsvorsitzender (BU)
Christian Wiglow, Fraktionsvorsitzender (SPD)
Dr. Markus Sondermann, Fraktionsvorsitzender (FDP)