Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Kneipp-Anlagen bieten eine niedrigschwellige Möglichkeit zur Bewegung und Gesundheitsförderung im öffentlichen Raum und können gleichzeitig die Aufenthaltsqualität von Grün- und Erholungsanlagen erhöhen. Gerade in den Sommermonaten können entsprechende Wassertretanlagen darüber hinaus eine einfache Möglichkeit zur Abkühlung bieten und insbesondere für ältere Menschen einen attraktiven Treffpunkt im öffentlichen Raum darstellen.

Aus diesem Grund möchten wir anregen, zu prüfen, ob auch im Ratinger Innenstadtbereich zwei unterschiedliche Formen einer Kneipp-Anlage sinnvoll und umsetzbar wären. Zum einen soll die Möglichkeit einer naturnahen Wassertretanlage unter Nutzung eines vorhandenen Gewässers geprüft werden. Hierfür bietet sich insbesondere die Anger, beispielsweise im Bereich des Prinz-Eugen-Parks, an. Vergleichbare naturnahe Anlagen zeigen, dass sich eine solche Lösung mit einem vergleichsweise geringen laufenden Wartungsaufwand verbinden lässt.

Zum anderen soll geprüft werden, ob ergänzend eine klassische Kneipp-Anlage im Innenstadtbereich, beispielsweise im Mehrgenerationenpark, eingerichtet werden kann. Bei einer solchen Anlage sollte insbesondere berücksichtigt werden, ob durch einen möglichst automatisierten Wasserzu- und -ablauf der laufende Reinigungs- und Unterhaltungsaufwand begrenzt werden kann.

Vor einer möglichen Umsetzung sollten insbesondere die örtlichen Gegebenheiten sowie wasserrechtliche, ökologische, hygienische und sicherheitsrelevante Anforderungen berücksichtigt werden.

Wir bitten die Verwaltung daher um,

  • ob eine naturnahe Wassertretanlage in der Anger, beispielsweise im Bereich des Prinz-Eugen-Parks, grundsätzlich sinnvoll und umsetzbar ist,

  • ob zusätzlich eine klassische Kneipp-Anlage im Innenstadtbereich, beispielsweise im Mehrgenerationenpark, eingerichtet werden kann,

  • welche weiteren geeigneten Standorte für beide Varianten infrage kommen,

  • welche wasserrechtlichen, naturschutzrechtlichen, hygienischen und sicherheitsrelevanten Voraussetzungen bei den unterschiedlichen Varianten zu beachten wären,

  • wie bei einer klassischen Kneipp-Anlage ein möglichst automatisierter Wasserzu- und -ablauf umgesetzt werden könnte, um den laufenden Reinigungs- und Wartungsaufwand möglichst gering zu halten,

  • mit welchem Herstellungs-, Unterhaltungs- und Pflegeaufwand sowie welchen voraussichtlichen Kosten bei den jeweiligen Varianten zu rechnen wäre. Die Verwaltung wird gebeten, die Ergebnisse der Prüfung im zuständigen Ausschuss vorzustellen und dabei die verschiedenen Umsetzungsmöglichkeiten gegenüberzustellen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender
Thomas Angst, Ratsmitglied