Mit viel Mühe ist es Klaus Konrad Pesch und dem Stadtrat gelungen, über die Dependance-Lösung für die ehemaligen Angerland-Gemeinden zwei ortsnahe Schulangebote in Lintorf zu erhalten.
Bei der angestrebten Drittel-Parität (jeweils ein Drittel Schüler mit Gymnasial-, Real- und Hauptschulempfehlung) wird die notwendige Zweizügigkeit der bestehenden Realschule unmittelbar fallen und der Realschulstandort in Lintorf für immer verschwinden.
Auch das Kopernikus-Gymnasium könnte dann mit Sicherheit keine drei Eingangsklassen mehr bilden. Ein Schrumpfen der Gymnasialschüleranzahl würde im ersten Schritt unweigerlich zum Abzug von Lehrer*innen und zur deutlichen Reduzierung der Kursangebote und im zweiten Schritt zum Absinken der Gymnasialanmeldungen unter die gesetzliche Mindestschwelle führen. Auch das Kopernikus-Gymnasium wäre somit nicht mehr überlebensfähig und müsste geschlossen werden. "Wer die Gründung einer Gesamtschule am Standort Lintorf vorschlägt, muss eben diese Konsequenzen klar benennen. Das hat nichts mit Ideologien zu tun, sondern ist schlichte Mathematik", so CDU-Stadtverbandsvorsitzender Patrick Anders und Oliver Thrun, Vorsitzender der CDU Lintorf/Breitscheid. Schüler aus Lintorf, Breitscheid und Hösel könnten dann nur noch auf Ratingen-Mitte oder West bzw. Heiligenhaus, Essen und Kaiserswerth ausweichen.
Das hätte dann nichts mehr mit Schulvielfalt oder freien Schulwahl zu tun.
„Grundsätzlich möchte ich betonen, dass unsere Argumente gegen eine zweite Gesamtschule nichts mit einer vermeintlichen Schulideologie zu tun hat“, so Ewald Vielhaus abschließend. „Wiglow verschweigt mit seinem Vorschlag aber die massive Zerstörung des breiten Ratinger Schulangebotes auch in den Stadtteilen. Wir wollen einfach nicht mit einer zweiten Ratinger Gesamtschule das sensible mehrgliedrige Schulsystem in Ratingen zerstören und die Wahlfreiheit von Eltern und Schülern einschränken. Das war bisher im Rat auch Konsens.“

