Eine Reihe von Maßnahmen zur Personalgewinnung wurde bereits erfolgreich umgesetzt – so wie die Einführung eines verkürzten Einstellungsverfahrens und die Werbung durch Radiospots. „Auch die Aufstockung von Ausbildungsplätzen von 4 auf 16 Plätzen ist geeignet, um weitere Fachkräfte zu gewinnen und Aufstiegschancen zu schaffen“, begrüßt CDU-Ratsmitglied Sebastian Wladarz das Angebot.

Die Stadt Ratingen plant nun noch weitere Maßnahmen: eine Plakatkampagne, Werbebanner auf Bussen, die Teilnahme an Ausbildungsmessen, eine Dauerausschreibung auf der Homepage der Stadt und ein sogenanntes Speed-Dating. Auch Social Media-Kanäle sollen genutzt werden.

Und noch eine weitere Idee ist interessant: „Häufig können Erzieherinnen nicht aus der Elternzeit zurückkehren, weil ihre eigenen Kinder keinen Betreuungsplatz bekommen. Die Elternzeit muss verlängert werden“, so Ina Bisani, Ratskandidatin der CDU.  Deshalb wird eine geeignete Wohnung in zentraler Innenstadtlage umgebaut, so dass die betriebliche Großtagespflege schon Anfang August starten kann. Auch dadurch stellt sich die Stadt Ratingen als familienfreundlicher Arbeitgeber dar.

Ein wichtiger Teil des Gesamtkonzeptes ist auch die Personalbindung durch geeignete Maßnahmen: Die Stadt Ratingen hat bereits 13 von 16 Kindergärten durch bauliche Lärmschutzmaßnahmen aufgewertet. Jede städtische Kita soll außerdem ein Laptop erhalten, und Erzieherinnen in Kitas können ein vergünstigtes Jobticket erwerben.

Die CDU-Fraktion ist sehr froh, dass die Stadt Ratingen mit diesem Maßnahmenkatalog gezielt gegen den Fachkräftemangel in den städtischen Kindergärten vorgehen will. So zeigt die Studie „Zukunftsszenarien - Fachkräfte in der Frühen Bildung gewinnen und binden“ der Prognos AG aus dem Jahr 2018, dass bis zum Jahr 2025 insgesamt bis zu 372.000 zuständige Fachkräfte in der Frühen Bildung gesucht werden, aber nach den Berechnungen jedoch nur 181.000 Absolventinnen zur Verfügung stehen.