„Kinder strotzen vor Ideen und Lebenskraft“, erläutert das Ewald Vielhaus, CDU-Fraktionsvorsitzender. „Viele Kinder haben keine Gelegenheit, Natur zu erleben und zu erfahren. Gerade in unserer hektischen und entfremdeten Umwelt ist das ganzheitliche elementare Lernen in der Natur und im Wald für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung der Kinder sehr förderlich.“

Ein Waldkindergarten bietet den Kindern viel frische Luft, Bewegungsmöglichkeiten und unterstützt Jungs und Mädchen in ihrer emotionalen Stabilität und ihren sozialen Kompetenzen. Kinder entwickeln außerdem eine hohe Sensibilität für Natur, Pflanzen und Tiere. „Auch Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten profitieren von dem pädagogischen Konzept des Waldkindergartens“, so Ewald Vielhaus weiter.

Auf dem Gelände des Blauen See bietet sich die Einrichtung eines Waldkindergartens in Kombination mit dem Umweltbildungszentrum besonders an. „Denn gerade diese Kombination bietet eine Reihe von Synergieeffekten und ist im gesamtstädtischen Kontext ein Angebot, das sicherlich sehr gut nachgefragt wird.“

Um eine Betriebserlaubnis für einen Waldkindergarten zu erhalten, muss bei der Planung auch an einen Aufenthaltsraum für Tage mit schlechtem Wetter und eine entsprechende Sanitäreinrichtung gedacht werden. Das pädagogische Konzept müsste mit dem potenziellen Kindergartenträger und Fachleuten abgestimmt werden. „Darüber hinaus muss der Waldkindergarten in die Jungendhilfeplanung aufgenommen werden, um die Zuschüsse mit dem Land abzurechnen, analog zu den anderen Kita-Einrichtungen“, heißt es in dem Antrag der CDU-Fraktion. Vielleicht könnten auch Fördermittel für die Realisierung eines Waldkindergartens akquiriert werden; auch das soll die Stadt Ratingen prüfen.