„Wir fordern, unverzüglich und unter Anordnung des Sofortvollzugs bauaufsichtlicher Maßnahmen sowie unter Androhung von Zwangsmitteln einzuschreiten und so Gefahren für Leib und Leben, die von dem leerstehenden „Goldkuhle-Komplex“ und dem Nichtbefolgen der Verkehrssicherungspflichten der Verantwortlichen resultieren, effektiv abzuwehren“, heißt es in dem Antrag.

Schließlich hat es in den vergangenen Monaten mehrfach in der „Goldkuhle“ gebrannt. „Doch die Eigentümer, insbesondere der Insolvenzverwalter Bremen, haben überhaupt keine Sicherungsmaßnahmen für das Objekt durchgeführt“, weiß CDU-Ratskandidatin Tatjana Pfotenhauer. Auch in den verschiedenen Posts und Videos im Internet wird deutlich, dass der Gesamt-Komplex vollkommen frei zugänglich ist, obwohl die Gebäude eingestürzt oder stark einsturzgefährdet sind.

„Allein bei „Youtube“ oder „Facebook“ ist zu erkennen, dass sich Unbefugte ohne jegliche Zugangshindernisse Zutritt zu dem Gebäudekomplex verschafft haben und dies auch weiterhin möglich ist“, so CDU-Ratskandidat Michael Droste. Auch die Brandreste des vorletzten Großbrandes stehen als Sondermüll ungesichert im Freien und drohen die Umwelt zu vergiften. Anwohner befürchten Schäden durch Immissionen, die von den Bränden ausgehen können.

„Offensichtlich sehen hier die Verantwortlichen überhaupt keinen Bedarf der Verkehrssicherungspflicht – obwohl ganz offensichtlich der Gebäudekomplex Goldkuhle sehr gefährlich ist“, so Stefan Heins weiter. „Ein ordnungsrechtliches, insbesondere ein bauaufsichtliches Einschreiten der Stadt Ratingen im Wege des Sofortvollzuges und unter Androhung von Zwangsmitteln ist zur Gefahrenabwehr unerlässlich.“