Doch ohne weitere Unterstützung drohen Betriebsaufgaben vor allem des inhabergeführten Einzelhandels und der Gastronomie. „Gerade diese individuellen Geschäfte und Gastronomen machen doch unsere Innenstadt und die Stadtteile so attraktiv und liebenswert“, sagt Gerold Fahr, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion. „Diese Gruppe bei Bedarf noch für weitere drei Monate zu unterstützen, liegt auch im Interesse der Stadt und ihrer Bürger.“ So bleibt ein breites ortsnahes Angebot bestehen und die Aufenthaltsqualität wird gesichert – ein großer Startvorteil für alle.
„Die CDU-Fraktion hatte, wie die anderen Ratsfraktionen auch, vereinbart, sich mit eigenen Forderungen zurückzuhalten, um nicht ein Wettrennen über die größten Unterstützungsmaßnahmen auszulösen. Doch nun bin ich froh, dass der Bürgermeister das Thema sachlich und zum richtigen Zeitpunkt aufgreift, um nachhaltigen Schaden für die Bürger und die Betroffenen zu verhindern“, sagt Ewald Vielhaus, Fraktionschef der CDU.
Ein Maximalzuschuss von 6.000 Euro und ein ergänzendes Darlehen von bis zu 6.000 Euro pro Antragsberechtigtem ist eine wirksame Größenordnung. Bei rund 450 Einzelhändlern und 80 Gastronomen dürften etwa 80 Prozent das Kriterium „Inhabergeführt“ erfüllen. Wie viele davon durch die Corona-Krise in eine existenzielle wirtschaftliche Notlage geraten seien, wisse man natürlich nicht, aber die CDU rechne mit einem hohen Anteil. Damit dürfte das Volumen von Zuschuss und Darlehen am Ende bei 2 – 4 Millionen Euro liegen, schätzt Gerold Fahr. „Das ist für den städtischen Haushalt eine hohe Summe, die aber längerfristige und größere infrastrukturelle Schäden verhindert und sich die Stadt dank guter Haushaltsführung einmalig leisten kann und sollte.“

