Die Christdemokraten haben recherchiert, dass in Detmold für die Deponie Hellsiek eine Kombination einer gesetzlich vorgeschriebenen Deponieabdichtung mit einer reinen Photovoltaikanlage realisiert wurde. Diese Anlage hat die Energieagentur NRW als modellhaft für ganz Deutschland bezeichnet. Für die Deponie Hellsiek in Detmold wurde eine Sondergenehmigung erteilt, so dass eine Fläche von vier Hektar mit einem Sonnenkraftwerk bedeckt wurde.
„Eine eingespeiste Strommenge von jährlich ca. 8000 MWh wird hier erwartet. Fast 2000 Haushalte werden jetzt mit grünem Strom versorgt“, weiß auch Jörg Maaßhoff, CDU-Vorsitzender des Bezirksausschusses Lintorf / Breitscheid. In Detmold hätte die klassische Deponieabdeckung rund 15 Millionen Euro gekostet. Jetzt wurden 9 Millionen in eine Abdeckung mit einem Trapezdach mit Photovoltaik investiert, das nicht nur regenerativen Strom erzeugt, sondern auch weitere Einspareffekte durch die Ableitung des Regenwassers generiert. Neben den Vorteilen für Umwelt- und Klimaschutz wird sich die Anlage nicht nur betriebswirtschaftlich rechnen, sondern auch als weiterer Effekt bleiben die Abfallentsorgungskosten in der Region stabil.
Für die Stadt Ratingen stellt sich die Situation so dar: Der Kreis Mettmann ist für die Deponie Breitscheid I und die Bezirksregierung Düsseldorf für die Deponie Breitscheid II zuständig. Beide Gebietskörperschaften müssen die Kontrollen und die Abfuhr des Sickerwassers der stillgelegten Teile der jeweiligen Deponien sicherstellen. „Nach unserem Kenntnisstand sind die zuständigen Stellen der Kreisverwaltung und der Bezirksregierung zurzeit damit beschäftigt, die Oberflächenabdichtung der Deponien überprüfen lassen. Dazu wird derzeit bei der Bezirksregierung Düsseldorf für die Deponie II ein Gutachten in Auftrag gegeben werden. Nach einer danach ggf. notwendigen Sanierung der Oberflächenabdichtung könnte die Prüfung erfolgen, wie die Oberfläche der Deponie weiter verwertet werden könnte“, so wird es in dem Antrag der CDU-Fraktion dargestellt.
Die CDU-Fraktion erwartet nun von der Kreisverwaltung und der Bezirksregierung einen Bericht dazu, ob eine solche Anlage auch für die Deponien Breitscheid möglich ist, und welche Synergien neben zu erwartenden erheblichen Kostenersparnissen mit dem Bau einer Photovoltaikanlage verbunden wären.
Darüber hinaus stellen Bund und Land umfangreiche Fördermittel für den Bau eines Sonnenkraftwerks in Form einer Photovoltaikanlage zur Verfügung. Dieser Aspekt soll bei einer Prüfung mit einbezogen werden.

